Zauberhaftes Winterberg

Tausende wintersportbegeisterte Touristen können sich unmöglich irren. Da muss etwas Besonderes sein, da oben in Winterberg. Wir nehmen euch mit auf unsere Entdeckungstour durch Schnee, Eis und Winterdörfer.

Vor dir ist es schon funkelnd weiß. Hinter dir noch grün, über dir blau und zu deinen Füßen braun. Noch sind es die Schneekanonen, die Mitte November das Farbenspiel rund um die St.-Georg-Schanze komplett machen. Aber schon bald wird der Winter seiner Namenspatenschaft alle Ehre machen und alles in glitzerndes Weiß hüllen. Hier oben, zwischen Kappe, Kahler Asten und Poppenberg.

Gelebte Vielfalt

Die eingangs erwähnten vier Farben, die sich auf den ersten Blick – ähnlich wie Jahreszeiten – scheinbar gegensätzlich gegenüberstehen, machen die Szenerie erst komplett. Sie vereinen die Vielfalt. Und damit herzlich willkommen in Winterberg: der Heimat von Bobbahn, Bike-Park und Sauerländer Gemütlichkeit. Hier, wo eine Stadt mit ihren 14 Dörfern über alle Jahreszeiten hinweg die Vielfalt lebt und den Ort zu einem abwechslungsreichen Erlebnis werden lässt.

Unzählige Möglichkeiten

Aber eins nach dem anderen: dem Thema „Winter“ der aktuellen edlake-Ausgabe folgend, ist in dieser kalten Jahreszeit von den vier Farben bestenfalls nur noch blau und weiß übrig geblieben. Dann hat man nämlich als Besucher die besten Schanzen – pardon, Chancen – in Winterberg mit seinen Rodelbahnen, Skiliften und dazugehörigen Hütten unvergessliche Momente zu erleben und selbst zu gestalten. Denn auf die Frage, was man in Winterberg so alles machen kann, sollte die passende Gegenfrage gestellt werden. Nämlich, was man hier NICHT machen kann.

Eine Antwort dürfte schwerfallen. Fast schon unzählige Rodelhänge laden in der 12.600 Einwohner zählenden Kleinstadt im Hochsauerland zu einer rasanten Rutschpartie ein. Steile Skipisten versprechen bestes Wintersport-Feeling, und auch Bobfahren im Eiskanal ist möglich. Letzteres auf einer der schnellsten Bobbahnen Europas: der Veltins-EisArena, über die ihr im aktuellen edlake-Magazin einen eigenen Artikel findet.

22. November 2023 B1A3579
Verzweigte Netze

Und weil die Vielfalt so unbegrenzt scheint, bietet das Winterberger Skiliftkarussell einen ziemlich guten Über- und Einblick in all die Pisten rund um die Stadt.

Was für den unbedarften Besucher wie eine kuriose Jahrmarktattraktion klingen mag, ist in Wirklichkeit ein weit verzweigtes Netz aus Skiliften, Skipisten, Rodelhängen und Pendelbussen. Insgesamt 34 Abfahrten auf über 27 Pistenkilometern mit 26 Liften umfasst das außergewöhnliche Karussell. Übrigens, sollte der Winter einmal auf sich warten lassen: die Schneekanonen laufen unter Volllast, um etwaige winterliche Durststrecken problemlos auszugleichen.

Liftige Höhen

Dem Spaß auf Snowboard oder Skiern sollte also nur wenig im Wege stehen. An der 220 Meter langen und 1959 erbauten St.-Georg-Schanze zum Beispiel, oben auf dem Herrloh, wo unser Einstieg in das Farb- und Jahreszeitenquartett begann. Von hier aus starten oder enden – je nach Blickwinkel – gleich mehrere Lifte und Pisten: „Bühre-Herrloh“, „Rauher Busch“ oder auch der Lift „St.-Georg-Schanze“. Letzterer überwindet während seiner 297 Meter langen Fahrt fast 100 Höhenmeter.

Während des Skibetriebes sind die Lifte übrigens von 9.00 bis 16.30 in Betrieb. Tipp des Autors an dieser Stelle: Nutzt die Gunst der verschneiten Höhen und fahrt an einem der Flutlichtabende die Pisten hinunter – immer dienstags und freitags von 18.30 bis 22.00 Uhr.

Aalglatte Pisten

Trotz der berauschenden Eindrücke nach einem langen Tag auf den „Brettern“: das klassische Rodeln übt einen ganz eigenen Reiz aus. Die oftmals lang vergangene Kindheit ist auf einmal wieder da, wenn die Füße vom Boden abheben und sich der Schlitten langsam in Bewegung setzt. An der Ruhrquelle beispielsweise. Zwar etwas außerhalb von Winterberg, aber dafür an der Quelle eines Flusses, der dem wohl bekanntesten Industrie- und Ballungsraum Deutschlands den Namen gab.

Auf etwa 600 Höhenmetern haben Rodelbegeisterte dort die Wahl zwischen dem Schlitten auf der Rodelpiste oder den deutlich schnelleren Reifen auf der sogenannten Tubingbahn. Und ja, der Spaß soll im Vordergrund stehen. Deshalb schnell und entspannt mit dem Transportband wieder hinaufgefahren, um anschließend nochmal die Piste hinabzurauschen.

edlake Tipp

Besorgt euch in der Tourist-Information (Kontakt auf Seite 30) eine Karte der Stadt, erkundigt euch nach den besten Pisten und genießt die Schneepracht in vollen Zügen. Anschließend in einer der Skihütten oder auf dem Winterdorf einkehren und den Tag mit Punsch und bester Stimmung ausklingen lassen.

Winterberg Tourist-Info
Am Kurpark 4
59955 Winterberg
Telefon: +49 (0) 2981/92500
winterberg.de

Gemütliche Geselligkeit

Apropos Entspannung: Wem nach so viel Action der Sinn nach wohlverdientem Müßiggang steht, der wird beim abendlichen Gang durch die Gassen und gemütlichen Straßen der Stadt eher früher als später im Winterberger Winterdorf landen. Mitten auf dem Marktplatz, umrandet von zahlreichen und für das Rothaargebirge so typischen Fachwerkhäusern mit Schieferverkleidung.

Zynische Zungen könnten das Glühweintrinken nebst Après-Ski zwar als weitere Wintersportart verspotten, aber um die soll es heute nicht gehen. Also um die zynischen Zungen. Um Glühwein, Gemütlichkeit und gesellige Runden im Winterberger Stadtzentrum hingegen schon. Geöffnet hat das Winterdorf ab dem 15.12. und es bietet neben allerlei kulinarischen Spezialitäten auch eine Eisbahn und den passenden Rahmen für so manche zünftige, vorweihnachtliche After-Work-Party.

Hilfreiche Tipps

Wie die freundliche Mitarbeiterin in der Kaffeemacherei – nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt – zu berichten weiß, bleibt das Winterdorf sogar bis ins neue Jahr zur nahenden Bob- und Skeleton-WM stehen. Die findet nämlich vom 19.02. bis 03.03. in der Veltins-EisArena statt.

Da wären wir auch schon beim nächsten Tipp des Autors: Einfach in eines der vielen kleinen Geschäfte gehen, in einer Wirtschaft oder einem Café einkehren und mit den bestens informierten Mitarbeitern einen kurzen Plausch halten, was man denn am besten alles erleben könnte, sollte, müsste.

Mit einer Länge von fast 300 Metern verbindet der Lift „St.-Georg-Schanze“ das Tal mit der gleichnamigen, 80 Meter hohen Skisprungschanze. Hier oben auf dem Herrloh blickt man über ganz Winterberg und auf die umliegenden Gipfel.

www.skiliftkarussell.de

Entschleunigtes Entdecken

Im Zweifel, da gilt aber auch in Winterberg, was überall gilt: treiben lassen. Ohne Zwang und Plan, einfach die Stadt entdecken. Das zeitweise Chaos während der Corona-Pandemie ist glücklicherweise längst vergessen in Winterberg. Damals, als sich Besuchermassen im gesamten Stadtgebiet stauten, die raus aus dem Lockdown, rein ins Winter-Wonder-Land wollten.

Mittlerweile herrscht wieder touristischer Alltag. Besuchervielfalt – ein buntes Zusammenkommen von Menschen aus aller Herren Länder. Das treiben lassen fällt leicht. Über den Marktplatz, vorbei am künstlerisch gestalteten Brunnen, der in seiner Form der Bobbahn nachempfunden ist, weiter durch die schmalen Straßen, hin zur St.-Jakobus-Kirche.

Verwunschene Wege

In seinen Ursprüngen geht das katholische Gotteshaus bis weit ins 13. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Jahrhunderte mehrfach abgebrannt und zuletzt um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert wiederaufgebaut, zeugt die Kirche vom Durchhaltewillen der Winterberger. Und das Bauwerk sollte auf keiner Entdeckungstour durch den idyllischen Ort fehlen.

Bei aller Prominenz des Winters sowohl im Namen der Stadt als auch im Thema des aktuellen edlake: Winterberg überzeugt auch über die kalte Jahreszeit hinaus. Im Herbst zum Beispiel, der eben erst vergangen und dessen letzte Spuren mancherorts noch sichtbar sind, kommt in Winterberg keine trübe Stimmung auf. Die zahllosen Wanderrouten rings um die Stadt erstrahlen unter dem fallenden, bunten Laub in einer ganz besonderen Farbenpracht.

So zum Beispiel der malerisch verwunschene Schluchten- und Brückenpfad, in dem es mitten im Sauerland eine Mittelgebirgsklamm zu entdecken gibt. Oder auch der Bergwiesenpfad, der einen einmaligen Blick über die Landschaft preisgibt.

edlake Tipp

Unter www.winterberg.de ist so ziemlich alles zu finden, was man in Winterberg und seinen Dörfern erleben und entdecken kann.

Mit der Sauerland-Card könnt ihr kostenlos mit Bus und Bahn zu den beliebten Ausflugszielen fahren: www.sauerland.com

Polarisierende Architektur

Falls sich das Wetter allzu launenhaft zeigt, ist das Schwimmbad im architektonisch extravaganten Oversum einen Abstecher wert. Die Sauna- und Badelandschaft bietet sportliche Aktivitäten und Entspannung. Ohnehin sollte das Oversum für jeden Winterberg-Neuling auf dem Plan stehen.

Das ovale, an ein Ei erinnernde Gebäude zieht jeden Blick auf sich und ist ein beliebtes Fotomotiv. Im Erdgeschoss dieses Hotelgebäudes befindet sich außerdem die Winterberger Touristen-Information. Hier ist ein optimaler Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Stadterkundungstour. Die freundlichen Mitarbeiter kennen die Region wie ihre Westentasche und geben ihr Wissen gerne an die interessierten Besucher weiter. Schließlich ist der Tourismus das Zugpferd für die gesamte Region.

Ganzjährige Action

Müde wird dieses Pferd auch nach der winterlichen Hauptsaison nicht. Wenn im Frühling und Sommer das Grün mehr und mehr das Weiß verdrängt hat, eröffnen sich dem Besucher wieder neue, völlig andere und vielfältige Möglichkeiten, Winterberg zu erleben.

Und das mit durchaus bekannten Mitteln. Das Skiliftkarussell dreht sich nämlich auch außerhalb des Winters. Dort, wo sonst im Schnee gerodelt und Ski gefahren wird, versprechen die Sky-Fly ZIP-Line, die Sommerrodelbahnen Herrloh Blitz und Schanzen Wirbel sowie ausgedehnte Trail- und Bike-Parks Fahrspaß und jede Menge Adrenalin. Selbstverständlich sind auch im Sommer die Skihütten für die erschöpften Freizeitsportler geöffnet und bieten die wohlverdiente Stärkung, bevor es erneut auf die Piste geht.

Vereinte Interessen

Da es unmöglich ist, auf jedes Highlight einzugehen, das es in Winterberg zu erleben und zu entdecken gilt, seien an dieser Stelle die vorangegangenen edlake-Ausgaben empfohlen. Dort haben wir schon so manche Attraktion vorgestellt, erste Farbnuancen der Erlebnisvielfalt aufgezeigt und nun mit dem Stadtporträt der Vielfalt einen Rahmen gegeben.

Wenngleich der Charme der Winterberger Innenstadt seinesgleichen sucht, dann ist es doch vorrangig das, was man in und um die Stadt erleben kann, was den langanhaltenden Reiz und die Anziehung ausmacht. Vermutlich passt Winterberg nicht zuletzt auch deshalb so gut zum edlake-Magazin: weil uns das vielfältige Erleben und Entdecken vereint. In allen Jahreszeiten und quer durch die bunte Farbpalette.

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