Waldlehrpfad – Papa, sterben die Bäume im Winter?

Für uns ist es selbstverständlich, aber für Kinder, die zum ersten Mal bewusst erleben, wie sich Bäume im Herbst verändern, ist es ein kleines Wunder. Die Blätter werden bunt und fallen ab. Bäume, einst prächtig und stolz, sehen bald aus wie leblose Skelette. Unsere Tochter stellt Fragen, und wir gehen raus zu den Bäumen und zeigen es ihr.

Wo finden wir aber die unterschiedlichen Bäume ohne eine anstrengende Wanderung? Wir erinnern uns an unsere eigene Kindheit. Damals gab es in Bad Wildungen einen Waldlehrpfad. Den besuchten wir mit der Schule und dort fanden wir die unterschiedlichsten Bäume mit entsprechenden Informationstafeln. Den Lehrpfad gibt es inzwischen nicht mehr, aber die Bäume müssten noch vorhanden sein. Wir parken also am Stadtrand von Bad Wildungen am Waldteich und beginnen, uns zusammen die Bäume anzusehen. Hier startete zwar nicht der Waldlehrpfad, aber wir werden schnell fündig.

Unweit des Waldteichs steht das Ehrenmal, und hier finden wir die ersten Bäume und Sträucher. Ein großer Baum steht mitten auf der kleinen Wiese und beeindruckt unsere Tochter. Wir stellen sofort fest: Das ist eine Kastanie. Wir erklären unserer Tochter, dass sich die Blätter bald bunt färben werden und die Früchte vom Baum fallen. Danach fallen auch die Blätter. Wir können dann die Blätter sammeln, pressen und hübsche Bilder basteln.

Doch Moment, irgendetwas stimmt nicht mit dieser Kastanie. Die Blätter sind außergewöhnlich spitz und wirken stachelig. Klar, es ist eine Marone, oder eine Esskastanie. Die Früchte können wir später im Herbst sammeln und essen. Die Früchte von normalen Rosskastanien nicht. Die sammeln wir als Tierfutter für den Tierpark. Wildtiere ernähren sich im Winter von heruntergefallenen Kastanien. Esskastanien stammen ursprünglich nicht aus Mitteleuropa. Sie kamen vermutlich aus Asien zu uns.

Der Duft des Waldes

Wir treffen jetzt einen völlig anderen Baum. Er ist etwas kleiner und hat keine Blätter, sondern Nadeln. Schnell haben wir Erwachsenen ihn erkannt. Auch dieser Baum ist kein heimischer Baum. Er kommt aus Nordamerika und ist eine Douglasie. Wir zeigen unserer Tochter, woran sie eine Douglasie erkennt. Wir reiben ein paar Nadeln aneinander und riechen. Es duftet herrlich nach Wald, aber auch nach Zitrone. Daran kann sie diesen Baum leicht erkennen. Außerdem haben die Zapfen eine eigenartige Form. Es wachsen kleine Blätter aus den Zapfen.

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Wir freuen uns, für dich einen Ort direkt am Stadtrand gefunden zu haben, an dem du so viele unterschiedliche, teils seltene Bäume findest. Er ist ideal, Kindern die Bäume zu erklären. Auf dem kurzen Weg vom Waldteich zum Brauhaus findest du jede Menge unterschiedliche Bäume. Außerdem ist der Waldteich bildschön und eignet sich hervorragend als Spot für einzigartige Familienfotos. Der Waldteich liegt direkt am Ortsausgang von Bad Wildungen, Richtung Frankenberg / Reinhardshausen. Neben dem Teich findest du jede Menge Parkplätze. Wir wünschen dir und deinen Kindern viel Spaß!

Eine Etage tiefer

Neben imposanten Bäumen finden wir an diesem Ort ebenfalls zahlreiche Sträucher und kleine Bäume. Charlotte gefallen die Sträucher mit den großen Blättern und den runden, weißen Früchten, die Schneebeeren. Leider können wir Schneebeeren nicht essen. Sie sind sogar schwach giftig und sorgen für Erbrechen und Durchfall. Das brauchen wir heute nicht. Zerquetschte Schneebeeren lindern allerdings Verbrennungen und Ausschläge.

Unsere Tochter findet noch weitere interessante Sträucher mit Beeren: Weißdorn. Die kleinen Beeren leuchten so herrlich rot. Leider müssen wir auch hierbei sagen, dass sie diese Beeren nicht essen soll. Früher war Weißdorn bei Herzschwäche ein wichtiges Medikament. Heute hat es durch Nebenwirkungen und allergische Reaktionen an Bedeutung verloren. Charlotte gefallen die kleinen roten Beeren aber sehr gut und sie möchte unbedingt ein paar davon mit nach Hause nehmen.

Papa, was passiert denn jetzt mit den Bäumen im Winter?

Gern hätten wir Charlotte noch eine Lärche gezeigt, den einzigen Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert. Leider können wir hier keine Lärche finden. Deshalb kommen wir auch endlich zur Lösung. Wir erklären es unserer Tochter: Im Herbst holen sich die Bäume und Sträucher, die Blätter tragen, die wichtigen Teile aus den Blättern und lagern sie ein. Deshalb werden die Blätter im Herbst bunt. Mit den Blättern atmen die Bäume, verlieren dabei aber sehr viel Wasser, das aus den Wurzeln wieder nachkommt. Im Winter, wenn der Frost kommt, funktioniert das nicht mehr. Wenn der Baum dann noch seine Blätter hat, verliert er sein Wasser und vertrocknet. Im Winter schläft der Baum und startet dann im Frühling voller Kraft. Dann wächst der Baum, es kommen die neuen Blätter und die Blüten. Das ist anstrengend für den Baum und er muss gut ausgeruht und kräftig sein.

Anders ist das bei Nadelbäumen. Die Nadeln sind so gebaut, dass sie im Winter nicht viel Wasser verlieren. Die Nadeln brauchen ohnehin nicht so viel Wasser. Deshalb können Nadelbäume auch im Winter atmen. Im Winter ist es sowieso viel dunkler als im Sommer, weshalb die Nadelbäume dann ebenfalls ruhen. Im Frühling wachsen sie dann genauso und bekommen neue Nadeln und Blüten.

Charlotte ist fasziniert und kann es kaum erwarten, die bunten Herbstblätter zu sammeln und zu pressen, denn sie bastelt leidenschaftlich gern. 

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