Fantastische Wanderregion – die Waldeckische Schweiz. Fotos: edlake
Fantastische Wanderregion – die Waldeckische Schweiz. Fotos: edlake

Die Waldeckische Schweiz

Wir zeigen euch diese fantastische Wanderregion im Profil – mit freundlicher Unterstützung der Wandergruppe der SG Lichtenfels.

Was ist die Waldeckische Schweiz?

Wie die »Schweiz« im Namen bereits verrät, handelt es sich bei der Waldeckischen Schweiz um eine wunderbar idyllische Wald- und Berglandschaft entlang eines Flusslaufs mit saftig grünen Wiesen. Sie erstreckt sich zwischen Dalwigksthal und Niederorke sowie dem angrenzenden Heimbachtal am Fuße der Ortschaft Fürstenberg und wird synonym für die „Örkische Schweiz“ verwandt. Geografisch ist dieser Naturraum – ebenso wie die Medebacher Bucht – dem Ostsauerländer Gebirgsrand zuzuordnen. 

Die Landschaft und ihre Landmarken

Die Waldeckische Schweiz bietet ein buntes Zusammenspiel aus bewirtschafteten Wiesenflächen, vereinzelten Feldern, Forst und weitestgehend unberührten Waldstücken. Von der Talsohle bis zu den höchsten Gipfeln der umliegenden Berge überwindet man schon mal gerne den einen oder anderen Höhenmeter. Je nach Lage wechseln die Wege zwischen geschotterten oder asphaltierten Feldwegen oder forstwirtschaftlich genutzten Waldwegen und schmalen und gewundenen Trampelwegen mit so schönen Namen wie „Burgpfad“ oder „Alpenpfädchen“. 

Besonders die kleinen Wege, die sich entlang der Hanglagen schlängeln, geben oft und an vielen Stellen den atemberaubenden Blick in die umliegende Landschaft frei. Nicht wegzudenken aus dieser sind auch die unterschiedlichen Landmarken, wie das Schloss Reckenberg, der Sandhof oder die Burg Lichtenfels in Dalwigksthal. Alle befinden sich in Privatbesitz und sind nur zu wenigen Terminen im Jahr für den Publikumsverkehr geöffnet, aber mit ihrer Anwesenheit tragen sie maßgeblich zum Charme der Gegend bei und bereichern auch das eine oder andere Fotomotiv. 

Die Startpunkte

Es gibt gleich fünf Orte, von denen sich die Waldeckische Schweiz optimal erschließen lässt. So befinden sich sowohl in Dalwigksthal als auch in Niederorke selbst ausgeschilderte Wanderparkplätze, die mit den vorhandenen Informationstafeln bereits einen guten Anreiz für das eigene Outdoor-Abenteuer bieten.

Auch von Fürstenberg lässt sich die Berg- und Tallandschaft perfekt erkunden. So befindet sich am Fuß des Dorfes im Heimbachtal der gleichnamige Wanderparkplatz mit einem direkten Zugang in die weitläufigen Tallagen. Das „Tor zum Kellerwald“ liegt auf der anderen Seite oberhalb der Ortschaft, und wer dort startet, begibt sich erst einmal auf eine Reise durch den Wald und die höher gelegenen Wiesen. Auch der Wanderparkplatz zwischen Niederorke und Sachsenberg eignet sich hervorragend, um sich die Gegend vom anderen Flussufer zu erschließen – allerdings muss man auch hier erst einmal über den Berg und dann durch den Wald.

Ein Schloss am Fluss – Das Schloss Reckenberg ist eines der Wander-Highlights bei jeder Tour durch die Waldeckische Schweiz.
Ein Schloss am Fluss – Das Schloss Reckenberg ist eines der Wander-Highlights bei jeder Tour durch die Waldeckische Schweiz.
Wege über den Fluss

Egal, ob man sich in den dichten Wäldern aufhält oder entlang der Wiesen streift, der Hauptdarsteller der Waldeckischen Schweiz ist und bleibt der Fluss. Und da sich die Orke durch das ganze Tal zieht, braucht es natürlich auch Möglichkeiten, diese zu überschreiten. Abzüglich der einen oder anderen Furt ist dies an drei Stellen möglich. 

Die abenteuerlichste Variante ist sicherlich die Hängebrücke zwischen dem Schloss Reckenberg und Niederorke. Sie ist zwar sowohl zu Fuß als auch schiebend mit dem Fahrrad passierbar, allerdings hat sie auch eine gute Federung und keinen festen Handlauf und ist somit für den einen oder anderen vielleicht nicht so gut geeignet. 

Direkt am Schloss Reckenberg bietet sich die zweite Möglichkeit. Auch hier gibt die Brücke durchaus ein wenig nach, allerdings bietet sie ein stabiles Gerüst mit Handlauf und besitzt auch eine Rampe, was das Überqueren definitiv erleichtert. 

Die dritte Möglichkeit befindet sich weiter unten im Tal in Richtung Dalwigksthal und ist der sogenannte Steg. Bei ihm handelt es sich um eine feststehende Holzkonstruktion, die allerdings über relative steile, wenn auch abgerundete Stufen verfügt. Der Wechsel mit dem Rad ist zwar möglich, ist aber an anderen Stellen definitiv komfortabler. Ursprünglich stand an dieser Stelle mal eine große und befahrbare Brücke, deren Mauerreste noch im direkten Umfeld zum Steg zu finden sind. 

Die Wegeführung

Unabhängig davon, wo man startet oder wo einen der Weg hinführt, gibt es hier immer gute Möglichkeiten, die Strecken mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden zur Runde zu schließen. Dies liegt natürlich einmal an den Fluss-Übergängen, aber auch an der sehr direkten Wegeführung im Tal. Sowohl links- als auch rechtsseitig verlaufen fast über die ganze Strecke Wege im Tal, und auch in den Höhenlagen befindet sich ein weitestgehend parallel verlaufendes Streckennetz, welches an Knotenpunkten ineinandergreift und den Wechsel zwischen den verschiedenen Ebenen ermöglicht. Bereits jetzt gibt es auch viele ausgewiesene Fern- und Rundwege, die die Waldeckische Schweiz kreuzen und bereichern. 

Der gleichnamige Wanderweg

Trotzdem hat man noch Optimierungsbedarf gesehen, und so sind die Stadt Lichtenfels und der Naturpark Kellerwald-Edersee derzeit dabei, gemeinsam mit der Wandergruppe der SG Lichtenfels einen gleichnamigen Rundwanderweg mit einer Strecke von rund 18 km auszuweisen und fertigzustellen. Wer jetzt also Lust auf eine Tagestour durch die fantastische Waldeckische Schweiz bekommen hat, dem bietet sich hier die optimale Möglichkeit, die wunderbare Landschaft der Waldeckischen Schweiz in vollem Umfang und mit all ihren Highlights zu genießen – das haben die Wanderprofis der SG Lichtenfels sichergestellt.

wanderteam durch der waldeckischen schweiz – Edlake 2022

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