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Bergpark Wilhelmshöhe – ein monumentales Welterbe!

Mitten im Herzen Deutschlands, also hier bei uns in Nordhessen, liegt dieses wunderschöne und facettenreiche UNESCO-Weltkulturerbe. Ein historischer und märchenhaft schöner Naturort. Hier gibt es immer etwas zu sehen und neu zu entdecken.

Das Schloss Wilhelmshöhe befindet sich noch am unteren Anfang des etwa 560 Hektar großen Bergparkgeländes und liegt bereits auf etwa 282 m, der Herkules auf 515 m, und auf stolze 615 Höhenmeter schafft es das „Hohe Gras“. Der höchste Berg im direkt angrenzenden Habichtswald. Also wenn es in Nordhessen schneit, dann ganz gewiss im Bergpark Wilhelmshöhe!

Schlittenfahren im Bergpark

Wenn jetzt also Frau Holle mal angefangen hat, ihre Betten zu schütteln, hier ein kleiner Pro-Tipp für Familien mit Kindern oder generell für alle, die gern Schlitten fahren:

Unterhalb des Schlosses befindet sich eine riesengroße, abschüssige Wiese. Die Talfahrt bringt sicher eine „Mordsgaudi“, und wenn ihr unten im Ziel angekommen seid, könnt ihr noch den wunderschönen Schlossteich, nämlich den „Lac“, bewundern. Je nach Eisdicke wird dieser wohl auch gern zum Schlittschuhlaufen genutzt!

Der Schlossteich wurde zwischen 1785 und 1791 angelegt, und die vorhandenen Bänke rund um den Teich laden bei fantastischer Aussicht zum Verweilen und Entschleunigen ein. Denn an diesem wunderschönen kleinen See gibt es immer etwas zu sehen. Egal zu welcher Jahreszeit!

Ein Museum im Schloss

Das Schloss wurde ursprünglich für den Landgrafen Wilhelm IX. zwischen 1786 und 1798 erbaut. Wie wir dem Wikipedia-Verzeichnis entnehmen konnten, wurde die Anlage allerdings von „Wilhelmshöhe“ im 18. Jahrhundert, während der napoleonischen Besatzung, in „Napoleonshöhe“ umbenannt. Das Schloss diente Jérôme Bonaparte zeitweise als Residenz, und sein Neffe, Charles-Louis-Napoléon Bonaparte, der spätere Napoleon III., besuchte diesen wohl auch sehr häufig dort.

Das Schloss dient heute hauptsächlich als Museum. Dieses Kunstmuseum verfügt über die Gemäldegalerie Alter Meister sowie eine Antikensammlung, welche international bekannt sind. Nach dem Museumsbesuch könnt ihr euch auch gleich noch in dem Museumsbistro Jérôme, welches sich auch im Schloss befindet, z. B. ein Stück leckeren Kuchen mit einer Tasse Kaffee schmecken lassen!

In unserer Sommerausgabe...

… berichteten wir auf Seite 42 – 45 über Leonie Mimpen-Becker, die Stadtkrimis in Nordhessen, u. a. auch im Bergpark Wilhelmshöhe, anbietet.

Den Artikel können Sie hier online lesen.

Die Löwenburg, das damalige Lustschloss

Ebenfalls auf dem riesigen Bergparkgelände findet ihr die Löwenburg. Diese entstand zwischen 1793 und 1801. Der Landgraf nutzte diese hauptsächlich als Lustschloss. Auch wenn die Löwenburg äußerlich eher einer verfallenen Ritterburg ähnelt, findet man innen eher die typischen Räumlichkeiten eines barocken Lust- und Landschlosses.
Allerdings befindet sich dort auch eine Rüstkammer und eine Burgkapelle. In der Gruft unter der Kapelle fand der Burgherr auch seine letzte Ruhestätte.

Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten ist die Löwenburg seit Juli 2022 wieder für die Besucher geöffnet. Nun ist sie für uns alle wieder erlebbar, wie zu Zeiten von Wilhelm I.
Denn auch die kostbaren Sammlerstücke des Kurfürsten wurden bis ins Detail liebevoll saniert. So findet ihr dort unter anderem auch ein grandios pompöses, goldenes Zimmer. Dort drin gibt es nichts, was nicht glänzt und funkelt. Sogar die Tapete an den Wänden ist golden!

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Es lebe der Sport!

Ja, natürlich kann man vom Schloss aus mit dem PKW oder mit einem Linienbus bequem hoch zum Herkules fahren. Ihr könnt aber auch vom Neptunbassin aus an der wunderschönen Kaskadenanlage entlang die knapp 540 Stufen hinauf zu Kassels Wahrzeichen steigen. Vielleicht ist unterwegs der Gedanke „wo es rauf geht, geht es auch irgendwann wieder runter“ hilfreich!? Bedenkt aber bitte, dass die Kaskaden kein Geländer haben und festes Schuhwerk im ganzen Bergparkgelände unerlässlich ist. Je nach Witterung sind die Stufen auch schon mal aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Habt ihr es allerdings bis nach oben geschafft, werdet ihr mit einer atemberaubenden Sicht auf die Stadt Kassel, das Umland und den Bergpark mehr als entlohnt. Es bietet sich auch an, mal spät abends zum Herkules zu fahren, um sich die nächtlich beleuchtete Großstadt anzuschauen. Diese vielen Lichter, entlang der Wilhelmshöher Allee – schon im wahrsten Sinne des Wortes ein Highlight!

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Hier kann man in den Sommermonaten das herrliche Schauspiel der Wasserspiele bestaunen. Foto: Adobe Stock © zwehren
Herkules, der nackte Halbgott

Im Jahr 1700 hatte der Landgraf Karl von Hessen-Kassel auf einer Italienreise solch eine Statue gesehen und ließ sie für sich in Kassel nachbauen. Seit 1717 wacht der Halbgott, welcher sich auf seine Keule stützt, nun über Kassel. Der 8,25 Meter hohen Kupferstatue sagt man heute gern liebevoll nach, sie habe den schönsten Po Nordhessens!

Auch sagt man ihm nach, dass es schon irgendwie eine weitere Heldentat von ihm war, dass im Juni 2013 der Bergpark Wilhelmshöhe in die Liste des UNESCO-Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen wurde.

Wie wir der Internetseite von museum-kassel.de entnehmen konnten, stellt die Gesamtanlage aus dem Herkulesbauwerk, den vorgelagerten Grotten und den Wasserkünsten ein Musterbeispiel barocker Herrschaftsarchitektur dar.

Sie macht das sogenannte „Outstanding Universal Value“ des Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe aus.

560 Hektar Größe, eine riesige Dimension, über die der Bergpark am Stadtrand von Kassel verfügt. Hier kann man sich definitiv häufiger aufhalten, und ihr werdet feststellen, dass es immer wieder Neues, Schönes und Kunstvolles zu entdecken und zu erleben gibt.

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Eine wahrlich imposante Kupferstatue ist der Herkules und zudem das Wahrzeichen der Stadt Kassel. Foto: Adobe Stock © Andre

Weitere Informationen

Wenn ihr weitere Infos zum Bergpark, zu Wanderrouten im Habichtswald oder über Stadtführungen sowie Stadtrundfahrten haben möchtet, wird euch hier sehr gern weitergeholfen:

Kassel Marketing GmbH
Obere Königsstraße 15
34117 Kassel

Tel.: 0561 7077-07
www.kassel-marketing.de

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