Wandern in Haina: Familienabenteuer im märchenhaften Wald Hessens

Der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite: Es regnet. Der schwindende Sommer verwöhnt uns noch mit letzter Kraft, die Temperaturen moderat zu halten. Für uns ist das kein Grund, zuhause zu sitzen. Wir erinnern uns an die märchenhafte Waldlandschaft um Haina und setzen uns hochmotiviert in Bewegung. Mit dem Auto fahren wir bis Haina und starten unsere kleine Wanderung vom Kloster aus.

Bereits in der Klosteranlage entdecken wir einen Bachlauf und staunen über die Größe. Es ist die Wohra, die wir uns wesentlich größer und wasserreicher vorstellten. Unser Wanderweg führt uns vorbei an den Wohrateichen. Diese Teiche legten einst die Mönche des Zisterzienserklosters als Fischteiche an. Heute schmücken sie immer noch romantisch die Landschaft. Die Teiche liegen unterhalb des Weges am Fuß des Steilhangs. Wir erhaschen nur gelegentlich einen Blick auf die Teiche.

Bergauf

Wie so oft auf unseren Wanderungen führt auch dieser Weg zunächst bergauf, bis er uns ab der Hälfte der Wegstrecke wieder bergab leitet. Er ist gut ausgebaut. Rechts und links liegen Holzstapel, was uns zeigt, dass der Wald forstwirtschaftlich genutzt wird. Deshalb ist der Weg sicher auch so gut ausgebaut. Anfangs hofften wir noch auf eine Wetterbesserung, aber es regnet immer noch unaufhaltsam. Glücklicherweise ist Milan noch gut gelaunt. Im Gegenteil: Die vielen Pfützen machen richtig Spaß. Patrick und Aileen sind oft mit dem kleinen Milan im Wald unterwegs, sodass es für ihn kein Problem ist, eine solche Wanderung mitzulaufen.

 

Wanderer starten ihre Tour durch Haina, vorbei an beeindruckender historischer Architektur. ©David Heise
Wir starten unsere Wanderung. Haina, eigentlich nur ein kleiner Ort, überrascht mit imposanter Architektur.
Kleiner Entdecker

Es ist doch immer wieder toll, was es im Wald an kleinen Tieren zu entdecken gibt. Unter Blättern und Steinen tummelt sich das Leben. Das hat Milan auch für sich entdeckt, und so schaut er neugierig, was es am Wegesrand alles zu entdecken gibt. Insekten, Würmer, aber auch Pilze scheuen sich nicht vor dem Regen, genauso wie Milan. So wird die Wandertour zu einer Entdeckerrunde.

Bäume für die Zukunft

Der Wald ist teilweise sehr licht. Du findest immer wieder Lücken im Baumbestand durch die Forstwirtschaft, die bei uns für eine willkommene Abwechselung sorgen. Du läufst hier durch einen aufgelockerten Mischwald. Einheimische Laub- und Nadelhölzer teilen sich hier den Lebensraum.

Es geht bergab

Nach der Hälfte der Strecke bergauf wird Milan allmählich müde. Glücklicherweise haben wir den Anstieg geschafft, und auf dem Gipfel der Tour geht es nur noch kommod bergab. Welch ein Glück! Die Pfützen sind nun nicht mehr ganz so interessant, aber wir kommen unserem Ziel schnell näher.

Die historischen Fischteiche der Zisterzienser, umgeben von wilden Uferregionen und Natur, wirken wie idyllische Oasen. ©David Heise
Oasen der Natur: Die Fischteiche der Zisterzienser sind heute Oasen der Natur mit wilden Uferregionen
Die Teiche der Zisterzienser

Unten, am Ziel, stehen wir dann auch endlich an einem der malerischen Fischteiche. Es regnet zwar immer noch, aber gerade das verhangene Wetter hüllt die naturbelassenen Ufer in eine nahezu mystische Stimmung. Umgestürzte Bäume liegen halb im Wasser, und üppige Wasserpflanzen säumen die unzugängliche Uferregion. Schwimmen kannst du in diesen Teichen nur sehr schwer, aber für Naturliebhaber oder Landschaftsfotografen sind sie ein Eldorado.

Jetzt ist nur noch ein kurzer Weg nach Haina und zum Auto zurückzulegen. Am Auto angekommen, ist unsere Laune trotz des Wetters nicht getrübt. Wir entledigen uns unserer nassen Jacken und der Regenschirme. Zusammen mit den Rucksäcken verstauen wir alles im Kofferraum und genießen den trockenen Innenraum unseres Autos. Wir kümmern uns noch um die augenblicklich beschlagenen Scheiben des Autos und fahren los.

edlake-Fazit: Klar, bei schönem Wetter zieht es uns nach draußen. Aber im Regen eine Wanderung starten? Wir haben es gemacht und hatten einen herrlichen Tag zusammen. Nichts konnte uns die Laune verderben, und die gewaltige Landschaft hat uns mit mystischen Spots belohnt. Es war ein Ausflug, an den wir uns sicher noch lange erinnern werden. Also: Das Wetter ist keine Ausrede. Draußen gibt es immer viel zu entdecken, und mit der richtigen Ausrüstung bekommst du auch keine Erkältung. Und mal ehrlich: Gibt es etwas Gemütlicheres, als nach einem Marsch durch Wind und Wetter an einem warmen, trockenen Plätzchen zu entspannen? Am besten noch vor einem Kaminfeuer? 

Auf den Spuren der Zisterzienser

Hier gehts zu unserer Wanderroute outdooractive.com

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