Klein, aber OHO! Zierenberg

Die idyllische Fachwerkstadt mit einer geheimnisvollen und sagenhaften Bergwelt mitten im Grünen (wenn nicht gerade Schnee liegt).

Diesmal waren wir für euch in der charmanten nordhessischen Kleinstadt Zierenberg unterwegs. Zierenberg bekam 1298 seine Stadtrechte und gehört zum Landkreis Kassel. Die Kleinstadt mit Flair liegt im herrlichen Naturpark Habichtswald, mitten im satten Grün, und ist nur etwa 20 km von Nordhessens Großstadt Kassel entfernt. Selbst wenn ihr zuvor noch nie in Zierenberg wart, ist euch der Hohe Dörnberg, meist nur Dörnberg genannt, sicherlich geläufig. Er ist mit 578,7 m ü. NHN der höchste Berg im dortigen Naturraum. Aber dazu später mehr.

Rund 7000 Einwohner hat das Fachwerkstädtchen und zudem eine beachtliche Infrastruktur. Zu Zierenbergs Stadtteilen gehören: Escheberg, Hohenborn, Laar, Burghasungen, Oberelsungen und Oelshausen.

Das Zierenberger Rathaus

Apropos Fachwerkstädtchen – Zierenberg hat das älteste Fachwerk-Rathaus in Hessen, welches sich direkt am Marktplatz befindet. Wusstet ihr das? Bereits 1450 wurde es von dem gotischen Baumeister Heinrich Brant erbaut. Wie wir von der Tourist-Info Zierenberg erfahren haben, diente das Obergeschoss damals als Ratssaal, und im unteren Bereich befand sich eine Kaufhalle. Im Laufe der verschiedenen Bau-Epochen wurde das schöne Fachwerk 1864 leider komplett hinter Putz „versteckt“. In den Jahren 1925 bis 1928 wurde es allerdings wieder davon erlöst und darf sich seitdem wieder in seiner schönen Fachwerkbauweise präsentieren. Von 2006 bis 2007 war die bisher letzte große Umbaumaßnahme. In diesem Zeitraum wurde im unteren Bereich ein Foyer für die in regelmäßigen Abständen dort stattfindenden Veranstaltungen geschaffen, sowie im Gewölbekeller ein Trauzimmer mit herrlichem Ambiente.

Die evangelische Stadtkirche

Neben dem Rathaus gehört auch die Zierenberger Stadtkirche zu den baulichen Highlights in der Altstadt. Der Beginn der Erbauung der evangelischen Kirche war ebenfalls im städtischen Gründungsjahr 1293. Durch die Verwendung der verschiedensten Steine (Kalkstein, Sandstein, Feldstein und Tuffstein) als Baumaterial hat sie ein leicht „farbenfrohes“ Erscheinungsbild. Das Innere der Kirche ist mit fantastischen Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert versehen, welche im Zeitraum von 1997 bis 2006 aufwendig restauriert wurden. Ein Besuch ist absolut lohnenswert! Geöffnet ist die Kirche in den Sommermonaten täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr, und in den Wintermonaten wird sie eine Stunde früher, also um 16 Uhr geschlossen.

Nationaler Geotop

2019 wurde das Gebiet um den Dörnberg mit dem Prädikat „Nationaler Geotop“ ausgezeichnet. Damit reiht sich der Hohe Dörnberg ebenfalls in die Liga weiterer sehr bekannter und zertifizierter Gebiete ein. Wie z. B. der Kreidefelsen auf Rügen und der Hohe Meißner im Fulda-Werra-Bergland.

Was sind Geotope? Geotope sind quasi unsere Fenster zur Erdgeschichte. Es sind spezielle Orte, die aufgrund ihrer Schönheit, Eigenart oder aufgrund ihres hohen wissenschaftlichen Wertes für die Entwicklung der Erde und des Lebens hohe Bedeutung haben.

Kultur wäscht den Staub des Alltags von der Seele

Wir finden, auch das „Treibhaus“ in Zierenberg gehört zu den besonderen Herzstücken in dieser charmanten Kleinstadt. Zum einen hatte es seine Anfänge bereits zur Stadtgründung als Hospital, und zum anderen wurde es dann vor Jahrzehnten zu einem Anlaufpunkt für Musikfans in der ganzen Region. Schon Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre gab es dort in regelmäßigen Abständen Live-Konzerte mit Auftritten von namenhaften Bands wie z. B. Extrabreit und Eric Burton. Die Kultdisco wurde nach einer Brandkatastrophe von 2007 bis 2010 liebevoll wiederaufgebaut und restauriert. Zwischenzeitlich gibt es wieder musikalisches Leben mit Live-Auftritten und andere Events dort. Übrigens, lecker frühstücken könnt ihr dort auch sehr gut!

Wahrlich ein Eldorado – das facettenreiche Naturschutzgebiet Dörnberg

Die Natur spielt aber im Zierenberger Raum mit seinen vielen Stadtteilen auch eine sehr große Rolle. Wie euch vermutlich bekannt ist, nutzen die Segelflieger die fantastische Thermik am Dörnberg. Die ersten Segler starteten und landeten dort bereits 1923. Den regen Flugverkehr kann man dort oben, mit vorhandenem Sicherheitsabstand, als Spaziergänger und Wanderer in der Flugsaison beobachten. Aber auch ausreichend Wanderwege, in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden, kann man rund um den Dörnberg erlaufen. Am bekanntesten sind sicherlich der Alpen- und der Jägerpfad. Zudem möchten wir euch auch sehr gerne das dortige „Naturpark Zentrum – Habichtswald“ ans Herz legen. Das Naturpark Zentrum bietet euch nämlich eine sehr interessante Möglichkeit, euch über die naturräumlichen, geschichtlichen und geologischen Voraussetzungen, aber auch über die angebotenen Veranstaltungen im Raum Naturpark Habichtswald zu informieren.

Ihr möchtet gern weitere Informationen? Dann wird euch ganz sicher hier weitergeholfen:

Tourist-Info Zierenberg
Poststr. 20, 34289 Zierenberg
Tel.: 05606 /5191-25
touristinfo@stadt-zierenberg.de

Interessiert euch das Programm im Treibhaus?

Dann schaut doch mal hier:
www.treibhaus-zierenberg.de

Fels Blumenstein – die Sage von der Zierenberger Wichtelkirche

Wir haben euch von den beiden wohl beliebtesten Panoramawegen Alpen- und Jägerpfad berichtet. Der Basaltfels Blumenstein ist eine reizvolle Felsformation und liegt als Verbindungsglied zwischen den beiden Wanderpfaden. Zudem bringt dieser Felsen auch eine märchenhaft schöne Sage mit sich. Von der Wichtelkirche aus bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Helfersteine und den Hohen Dörnberg, und diesen solltet ihr unbedingt einmal auch genießen.

Ihr möchtet mehr Infos über die wundervolle, märchenhafte Sage von der Zierenberger Wichtelkirche erfahren? Dann schaut doch mal in diesen Link: www.stadt-zierenberg.de

Ihr merkt, egal ob ihr nur einen „City-Trip“, eine Wanderung oder gar einen längeren Aufenthalt in Zierenberg plant – ihr werdet sicher nicht enttäuscht. Euch erwarten dort ein historischer Flair in der Altstadt und eine beeindruckende Natur.

edlake Tipp

Gutspark Escheberg
Ein zauberhafter romantischer Ort, welcher bekannt geworden ist als Treffpunkt von Künstlern der Romantik im 19. Jahrhundert. Die Parkanlage hat eine Fläche von 4,5 ha und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Die wundervollen Grünflächen mit herrlichem altem Baumbestand, die Teiche, der Pavillon und die vielen aufgestellten Bänke dort laden zum Spazierengehen sowie zum Entschleunigen ein.

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