Page 63 - edlake – Das Erlebnis-Magazin für die Ferienregion im Herzen Deutschlands
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  Text: Tanja Flörsch | Fotos: AdobeStock
M ITTENIMHERZENDEUTSCHLANDS,alsohierbei uns in Nordhessen, liegt dieses wunderschöne und facettenreiche UNESCO-Weltkulturerbe. Ein
historischer und märchenhaft schöner Naturort. Hier gibt es immer etwas zu sehen und neu zu entdecken.
Das Schloss Wilhelmshöhe befindet sich noch am unteren Anfang des etwa 560 Hektar großen Bergparkgeländes und liegt bereits auf etwa 282 m, der Herkules auf 515 m, und auf stolze 615 Höhenmeter schafft es das „Hohe Gras“. Der höchste Berg im direkt angrenzenden Habichtswald. Also wenn es in Nordhessen schneit, dann ganz gewiss im Bergpark Wilhelmshöhe!
Schlittenfahren im Bergpark
Wenn jetzt also Frau Holle mal angefangen hat, ihre Betten zu schütteln, hier ein kleiner Pro-Tipp für Familien mit Kindern oder generell für alle, die gern Schlitten fahren:
Unterhalb des Schlosses befindet sich eine riesengroße, abschüssige Wiese. Die Talfahrt bringt sicher eine „Mords- gaudi“, und wenn ihr unten im Ziel angekommen seid, könnt ihr noch den wunderschönen Schlossteich, nämlich den „Lac“, bewundern. Je nach Eisdicke wird dieser wohl auch gern zum Schlittschuhlaufen genutzt!
Der Schlossteich wurde zwischen 1785 und 1791 angelegt, und die vorhandenen Bänke rund um den Teich laden bei fantastischer Aussicht zum Verweilen und Entschleunigen ein. Denn an diesem wunderschönen kleinen See gibt es immer etwas zu sehen. Egal zu welcher Jahreszeit!
Ein Museum im Schloss
Das Schloss wurde ursprünglich für den Landgrafen Wilhelm IX. zwischen 1786 und 1798 erbaut. Wie wir dem
Wikipedia-Verzeichnis entnehmen konnten, wurde die Anlage allerdings von „Wilhelmshöhe“ im 18. Jahrhundert, während der napoleonischen Besatzung, in „Napoleons- höhe“ umbenannt. Das Schloss diente Jérôme Bonaparte zeitweise als Residenz, und sein Neffe, Charles-Louis- Napoléon Bonaparte, der spätere Napoleon III., besuchte diesen wohl auch sehr häufig dort.
Das Schloss dient heute hauptsächlich als Museum. Dieses Kunstmuseum verfügt über die Gemäldegalerie Alter Meister sowie eine Antikensammlung, welche inter- national bekannt sind. Nach dem Museumsbesuch könnt ihr euch auch gleich noch in dem Museumsbistro Jérôme, welches sich auch im Schloss befindet, z. B. ein Stück le- ckeren Kuchen mit einer Tasse Kaffee schmecken lassen!
Die Löwenburg, das damalige Lustschloss
Ebenfalls auf dem riesigen Bergparkgelände findet ihr
die Löwenburg. Diese entstand zwischen 1793 und 1801. Der Landgraf nutzte diese hauptsächlich als Lustschloss. Auch wenn die Löwenburg äußerlich eher einer verfallenen Ritterburg ähnelt, findet man innen eher die typischen Räumlichkeiten eines barocken Lust- und Landschlosses. Allerdings befindet sich dort auch eine Rüstkammer und eine Burgkapelle. In der Gruft unter der Kapelle fand der Burgherr auch seine letzte Ruhestätte.
Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten ist die Löwenburg seit Juli 2022 wieder für die Besucher geöffnet. Nun ist sie für uns alle wieder erlebbar, wie zu Zeiten von Wilhelm I.
Nachbarschaft | Wilhelmshöhe
    In unserer Sommerausgabe berichte- ten wir auf Seite 42 – 45 über Leonie Mimpen-Becker, die Stadtkrimis in Nordhessen, u. a. auch im Bergpark Wilhelmshöhe, anbietet.
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edlake – das Erlebnismagazin für die Ferienregion im Herzen Deutschlands | Winter 2022
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