Page 32 - edlake – Das Erlebnis-Magazin für die Ferienregion im Herzen Deutschlands
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   eine durchaus einsatzstarke Wette am Laufen. Sollte sie verlieren, bekommt ihr Mann einen Monat lang das Frühstück ge- macht. Sollte jedoch Eko Fresh verlieren, muss er einen Monat lang das Haus mit der Zahnbürste putzen.
Der Schotte Nathan Evans weihte den Eiskanal endlich ein, nachdem er beim Qualifying grandioser Letzter wurde. Trotz seiner vielversprechenden (mit einem Augenzwinkern verkündeten) Taktik, als Erster zu starten und auf Platz eins ins Ziel zu kommen, reichte es für ihn nicht fürs Podest. Vielleicht auch, weil er einen Großteil der Strecke rück- wärts unterwegs war.
Anspannung größer als bei Olympia
Nachdem Manni Ludolf im ersten Durch- gang kurzzeitig auf Platz 1 fuhr, reichte es für ihn am Ende nur für einen mittleren Rang. Für Paul Janke und Filip Pavlovic endete das Erlebnis 1er-Wok bereits nach der ersten Runde. Auch Olympiasieger Fabian Hambüchen, der einige Tage zuvor noch in einem lokalen Fitness- studio seinen Körper gestählt hatte, kam ins Schleudern, drehte sich und schaffte
es am Ende nicht aufs Treppchen.
Beim Start hatte er Co-Moderator Icke Dommisch noch verraten, dass seine „Anspannung vom Gefühl her größer“ sei „als bei Olympia“. Glorreiche Sieger im 1er-Wok waren schließlich Joey Kelly mit 89 km/h als Weltmeister, gefolgt von Lucas Cordalis und Jolina Mennen.
Mit dem Beginn der 4er-Wok-Rennen trat das Event in die heiße Phase ein. Jetzt begann die Zeit der hohen Geschwindig- keiten und potenziellen Stürze in Kurve 9. Ron Ringguth brachte es auf den Punkt: „Die Gesichter, wenn man hier durch die Visiere durchschaut, sind eine Mischung aus Zuversicht und purer Angst.“
Schwer, wild und erfolglos
Diese Gefühle trafen sicher auch auf die Wette von Sarah Bora und Eko Fresh zu. Team Polen mit Sarah läutete den ersten Durchgang ein. Doch obwohl sie in Kurve 9 kurz auf der Seite lagen und sich gekonnt wieder stabilisieren konnten, schieden sie mit ihrer Zeit von 1:05.58 direkt aus. Das war es dann mit dem mit Zahnbürsten ge- reinigten Haus für Sarah. Team Türkei zog mit 1:00.96 direkt an ihnen vorbei.
Team USA wurde von Beginn an als einer der Favoriten gehandelt. Die Bande
war schwer und mit Football-Spielern besetzt. Doch die Vorzeichen ließen während des Starts bereits andere Ver- mutungen zu: „Ich habe mich überhaupt nicht vorbereitet. Ich bin hier zum Chillen und Spaß haben“, so Anthony Dable. Und so reichte es für die wilden Amerikaner um Evil Jared am Ende auch nur für Rang vier.
Germany: volle Punktzahl
Kurz sah es für das TV-Total-Team „Deutschland 1“ brenzlig aus. In Kurve 9 lagen sie lange auf der Seite, schafften es aber, sich wieder zu berappeln und am Ende auf Rang 3 zu landen.
106,6 km/h schnell und neue Weltmeister im 4er-Wok waren schlussendlich „Team Deutschland 3“ mit Evi Sachenbacher- Stehle, Francesco Friedrich, Felix von Jascheroff und Johannes Ludwig. Silber erreichten „Team Deutschland 2“, die Athleten vom Zoll.
Die Siegerposen von Sebastian Puffpaff, in denen er sich Tage zuvor bereits in Winterberg präsentierte, und die Chöre der Begeisterung, vor denen er sich
sah, blieben unterdessen leider nur ein Wunschtraum. Den Pokal holten sich andere. Doch wie sagte es eine rosarote Comicfigur einst: „Heute ist nicht alle Tage; ich komm wieder, keine Frage.“
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edlake – das Erlebnismagazin für die Ferienregion im Herzen Deutschlands | Winter 2022
Im Adrenalinrausch und Freudentaumel
Joey Kelly (Mitte), der alte Wok-Hase
und routinierte Sieger auf Rang 1. Lucas Cordalis (links) mit der verdienten Silber- medaille und Jolina Mennen (rechts) stolze Drittplatzierte.














































































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