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50 Prominente aus 11 Nationen
Das mag vermutlich einer der Gründe dafür sein, dass das Reglement in diesem Jahr nochmals verschärft wurde. Im Gegensatz zu den Wok-WM‘s der Vergan- genheit durften die Schüsseln nicht mehr bearbeitet werden. Die Fahrer erhiel-
ten ihre genormten und ausschließlich polierten Schlitten erst zum Start. Weder das beliebte Vorheizen der gewölbten Eisen noch die – nun, sagen wir unbe- grenzte – Gewichtsoptimierung waren gestattet. 140 Kilogramm – so das Maxi- malgewicht eines Einzel-Woks inklusive Fahrer. Vorbei die Zeiten, in denen Joey Kelly, übrigens der erfolgreichste noch aktive Teilnehmer, es mittels Zusatz- gewichten auf fast schon adipöse 180 Kilogramm schaffte und damit aus der
2. Wok-WM als Sieger hervorging.
Ron Ringguth sprach von den fast 50 Pro- minenten aus 11 Nationen vom „besten Feld, das je an einer Wok-WM teilnahm“. An den Start um das ruhmreiche Rennen zum Wok-Meister gingen insgesamt zehn 1er Wok‘s sowie zehn Teams im 4er-Wok. Es galt, sich am Abend in zwei Läufen zu messen. Nach dem ersten Lauf schieden jeweils die zwei Langsamsten aus. Beim zweiten Lauf starteten die Athleten in umgekehrter Reihenfolge, während ihre Zeit des ersten Laufs weiterlief und am Ende die jeweilige Gesamtzeit über Sieg oder Niederlage entschied.
„... nichts für Schlappschwänze“
TV-total-Moderator Sebastian „Puffi“ Puffpaff fiel an dem Abend leider aus, nachdem er sich bei einem Fahrradunfall mehrere Rippen gebrochen hatte. Spott und Hohn statt des erhofften Schampus und Ruhms prasselten bereits Tage vor der WM auf ihn ein. Michael „Bully“ Herbig, der den lädierten Puffpaff einige Tage zuvor bei TV total als Moderator vertrat, sang dort ein sichtlich schadenfrohes „... Rippenbruch. Vierfacher Rippenbruch ....“ in die Kameras.
Ein kleiner Seitenhieb sei daher auch an dieser Stelle gestattet. Hätte sich
Mäßige Kontrolle über den polierten Wok wird mit Zuversicht und Siegeswillen ausgegli- chen: die Drittplatzierte im 1er-Wok, Jolina Mennen, beim Start in den Eiskanal.
Erleben | Wok-WM in Winterberg
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Puffpaff nicht schon vor der Wok-WM mit seinem Fahrradunfall ins Aus geschos- sen, spätestens beim Qualifying hätte er seinen Rippen den Rest gegeben. Denn das neuartige „Wok Run Jump Sliding“ ging am Vorabend der WM nah an die Be- lastungsgrenzen. So endete das Pfan- nen-Spektakel für Sila Sahin bereits an diesem Abend, als sie sich ihr Steißbein prellte. Aber wie hatte sie es selbst zuvor so treffend formuliert: „Das hier ist nichts für Schlappschwänze!“
Bäuchlings auf dem Wok
Wie es dazu kam? Beim Wok Jump Run Sliding nahmen die Sportler von der Bühne aus Anlauf und sprangen mit dem Bauch zuerst auf einen Wok-Schlitten, auf dem eine Matte befestigt war. Wer mit der Kraft seines Schwunges und mit beherztem Paddeln am schnellsten die Eisbahn entlangschlidderte, gewann und sicherte sich seine Startposition für das Rennen. Im 1er-Wok erreichte Fabian Hambüchen Platz 1 und im 4er-Wok sicherte sich das lautstarke Team USA die Pole-Position. Wobei Pole-Position an sich leicht irreführend ist, denn die Teilnehmer starteten in umgekehrter
Reihenfolge. Fabian Hambüchen bestieg demnach als Letzter den Wok. Die Eis- bahn hat nämlich die Eigenschaft, von Fahrt zu Fahrt schneller zu werden, wes- halb der letzte Starter daher die besten Bedingungen vorfindet.
Beste Bedingungen oder vielmehr beste Stimmung schafften auch die 5.000 Zu- schauer entlang der etwa 1,6 Kilometer langen Strecke. Dicht gedrängt an der Bahn, konnten sie es kaum erwarten, die legendäre Atmosphäre der vorbei- rauschenden Wok-Athleten zu erleben. Wobei DIE Legende schlechthin, Georg Hackel, nur als Ehrengast vor Ort war. Er wollte seine „vom Leistungssport gebeutelten Knochen schonen und Platz machen für die Wok-Jugend“.
Waghalsige Wetten und verspielte Taktik
Dafür ging in diesem Jahr mit dem Team Polen erstmals ein rein weiblich besetz- ter Wok an den Start. Eine der Damen, Sarah Bora, hatte eine ganz besondere Motivation vorzuweisen. Mit ihrem Ehe- mann, Eko Fresh, der für Team Türkei
in der Schüssel Platz nahm, hatte Sarah
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