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Erleben | GeoRadroute Ruhr-Eder
 Das GEO in der Radroute
Doch was gibt es jetzt eigentlich zu sehen? Das „GEO“ steht natürlich nicht umsonst im Namen. Die Route erstreckt sich durch große Teile des sogenannten Geopark GrenzWelten, der in seinem Ausbreitungs- gebiet von 370.000 Hektar rund 45 Gemeinden und fünf verschiedene Landkreise miteinander vereint. Darüber hinaus verläuft die Strecke häufig im Grenz- gebiet zwischen dem nordhessischen Waldeck-Fran- kenberg und dem nordrhein-westfälischen Sauerland. Eine zentrale Aufgabe besteht darin, über die Erdge- schichte der Region aufzuklären, Naturphänomene zu entschlüsseln und nachvollziehbar zu machen.
Besucher der Strecke müssen jetzt trotzdem keine wissenschaftliche Exkursion befürchten, sondern sollten die vielfältigen Hinweise auf den Informa- tionstafeln eher als Angebot verstehen.
Orte der BeGEOgnung
Und besonders spannend werden diese Angebote immer dort, wo sie mit dem, was man in seiner Umwelt wahrnimmt und erlebt, zusammenprallen. Aus diesem Grund gibt es entlang der Route auch einige der sogenannten GeoFoy- ers, die sich bestimmten Aspekten widmen. Der Kalkturm unweit der Korbacher Spalte ist zum Beispiel ein solcher Ort.
Wer sich beim dortigen Besuch schon einige Zeit auf der Strecke befindet, wird hier auf einen Freund treffen, der sein Gesicht den Streckenmarkierun- gen zur Verfügung gestellt hat: den Pro- cynosuchus - liebevoll auch Korbacher Dackel genannt.
Natur, Kultur, Freizeit
Doch auch Freizeitbäder, Museen oder andere Freizeiteinrichtungen befinden sich immer nur wenige Kilometer vom Weg entfernt, und manchmal führen sie sogar direkt daran vorbei, wie zum Beispiel am wunderbaren Waldfreibad Gudenhagen bei Brilon.
Darüber hinaus erlebt man aber auch die schöne und oft unberührte Natur
edlake Tipp: GeoFoyer Korbach
Was hat Kalk mit der Entwick- lung des Lebens und der Ent- wicklung der Stadt Korbach zu tun? Warum lag Korbach früher an einem tropischen Ozean nahe des Äquators?
Im Kalkturm und der an- grenzenden Korbacher Spalte erfahrt ihr mehr zu diesen Fragen und lernt einiges über die Erdgeschichte.
  Umfangreich informiert
Die Website georadroute.de ist im Vorfeld bei der Planung oder auch unterwegs - Handy-Empfang vorausgesetzt - eine tolle Anlaufstelle. So werden nicht nur organisatorische Fragen geklärt, sondern es gibt auch viele Empfehlungen für Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Auch Sperrungen von Streckenab- schnitten werden hier - wenn zum Beispiel nach einem Unwetter nötig - kommuniziert.
Für Leute, die sich gerne belesen oder das vertraute Gefühl einer Papierkarte in der Hand gegenüber den Outdoor-Apps wie outdooractive und komoot bevorzugen, besteht auch die Mög- lichkeit, gegen ein kleines Entgelt den sogenann- ten Geo-Führer „Radeln durch die Erdgeschichte“ oder eine reiß- und wetterfeste Leporello-Karte zur GeoRadroute zu bestellen.
Auch unabhängig von der Haptik ist analoges Kartenmaterial generell keine schlechte Idee, denn die Strecke führt einen durchaus an die eine oder andere entlegenere Ecke, und damit ist der Handy-Empfang meist passé.
edlake – das Erlebnismagazin für die Ferienregion im Herzen Deutschlands | Frühjahr 2022
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